In Barleben (Landkreis Börde) haben Finanzminister Michael Richter, Innenministerin Dr. Tamara Zieschang, LKA-Direktorin Birgit Specht, Landrat Martin Stichnoth sowie der Bürgermeister der Gemeinde Barleben Frank Nase am 26. Oktober 2026 den Grundstein für den Neubau des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen-Anhalt gelegt.
Schon seit gut einem Jahr laufen auf dem gut sieben Hektar großen Gelände die Arbeiten für den Neubau. Die künftige Zentrale des Landeskriminalamtes entsteht im Technologiepark Ostfalen in Barleben. Der LKA-Neubau ist das derzeit größte Bauvorhaben der Landespolizei. Realisiert wird der Bau von der Immobilien- und Projektmanagementgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH im Auftrag des Landes.
Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Der Neubau des Landeskriminalamtes ist ein Quantensprung für die vielen Kollegen, die ihre kriminalpolizeiliche Expertise künftig an einem Standort bündeln können. Der hochmoderne Bau stärkt die anspruchsvolle Ermittlungsarbeit, die in den vergangenen Jahren immer komplexer geworden ist. Modernste Technik und Infrastruktur werden optimale Arbeitsbedingungen schaffen, um auch weiterhin wirksam gegen schwere Kriminalität vorzugehen. Mit dem Großbauprojekt wird nicht nur in die Leistungsfähigkeit des Landeskriminalamtes investiert, sondern auch in die Sicherheit der Menschen in unserem Land.“
Finanzminister Michael Richter: „Die IPS beweist nur wenige Jahre nach ihrer Gründung mit diesem Bauvorhaben ihre Schlagkraft und Effizienz in der Durchführung großer Projekte. Nur etwa ein Jahr nach dem ersten Spatenstich liegt nun der Grundstein. Die sechs Kräne auf dem Gelände sind weithin sichtbar und verdeutlichen den Fortschritt der Arbeiten. Möglich ist dies vor allem durch die Unterstützung, die wir hier vor Ort erfahren, vom Landkreis Börde, von der Gemeinde Barleben und vom Technologiepark Ostfalen und durch den Einsatz aller, die am Bau beteiligt sind. Dafür danke ich und hoffe weiterhin auf einen reibungslosen Bauverlauf.“
Birgit Specht, Direktorin des LKA: „Mit dem Neubau des Landeskriminalamts entsteht das bundesweit modernste und zugleich leistungsfähige LKA, das neuesten Maßstäben entspricht und damit eine sehr gute Grundlage für die zukünftigen Anforderungen einer wirksamen, innovativen Kriminalitätsbekämpfung bietet. Mehr als 700 Bedienstete des Landeskriminalamts, die dort tätig sein werden, freuen sich auf beste Voraussetzungen für ihre tägliche Arbeit.“
Thomas Poege, IPS-Geschäftsführer: „Die IPS ist erfreut darüber, dass das Land in Zeiten schwieriger Baukonjunktur mit einer großen Baumaßnahme hier in der Region, die hiesige aber auch die überregionale Bauwirtschaft stärkt. Weiterhin ist die IPS stolz darauf, dass sie mit modernsten digitalen Methoden den Bauablauf mit begleitet und darüber hinaus dem Nutzer frühzeitig die Möglichkeit gegeben hat, die Planung und Gestaltung des Objektes mit zu begleiten.“
Hintergrund:
Aktuell ist das LKA dezentral in mehreren Liegenschaften in der Landeshauptstadt Magdeburg und in Schönebeck (Elbe) untergebracht, die trotz der Verteilung an ihre Raumkapazitäten stoßen. Zudem bedarf es der Erneuerung der Datenleitungen. Insbesondere am Standort Magdeburg gibt es einen erheblichen Sanierungsbedarf. Ursprünglich wurde eine Sanierung des derzeitigen LKA-Hauptgebäudes bei laufendem Betrieb in Betracht gezogen, dann aber als unwirtschaftlich und – auch aus Arbeitsschutzgründen – praktisch nicht umsetzbar verworfen. Insgesamt hatte das Amt für Immobilien- und Baumanagement 20 Liegenschaften als mögliche LKA-Standorte geprüft. Für Barleben spricht neben der guten verkehrstechnischen Anbindung auch, dass die Anforderungen, die an die Sicherheitsstandards gestellt werden, erfüllt werden können.
Das LKA wird mit neuester Server- und Netzwerktechnik sowie einem zeitgemäßen Daten- und Telekommunikationsnetz den aktuellsten Technik-Standards entsprechen. Der Neubau soll auf mehr als 20.000 Quadratmetern Raumfläche Platz für gut 700 Bedienstete bieten. Neben Büros sind auf einer Fläche von etwa 3.500 Quadratmetern auch EU-zertifizierte Labore vorgesehen (darunter ein Chemielabor und ein Biologielabor). Es werden außerdem weitere Flächen benötigt, unter anderem für Sanitär- und Umkleideräume, Räume für die Aus- und Fortbildung, Sporträume sowie Lagerräume. Hinzu kommen Stellplätze und Garagen für Dienstfahrzeuge. Das Investitionsvolumen liegt bei 420 Millionen Euro. Die Behörde soll nach derzeitigem Stand im Jahr 2029 in den Neubau umziehen können.
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