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43,2 Millionen Euro für neue Notaufnahme und moderne Behandlungsbereiche am Städtischen Klinikum Magdeburg

, Magdeburg – 164/2026Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und GleichstellungMagdeburg. Das Städtische Klinikum Magdeburg erhält 43,2 Millionen Euro für den Neubau einer Zentralen Notaufnahme mit Infektionsabteilung sowie für die Einrichtung einer Beobachtungsstation, eines Ambulanzbereichs und eines Ambulanten Operationszentrums.

Den Förderbescheid überreichten Ministerpräsident Sven Schulze und Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne heute an Willi Lamp, Geschäftsführer des Städtischen Klinikums Magdeburg. Die Fördermittel stammen unter anderem aus dem Sondervermögen „Corona“ und dem Sondervermögen „Infrastruktur“.

Ministerpräsident Sven Schulze: „Eine gute medizinische Versorgung braucht moderne Strukturen und kurze Wege. Mit dem neuen Intersektoralen Notfallzentrum stärken wir die Gesundheitsversorgung in Magdeburg und im gesamten Umland. Zugleich ist diese Investition ein wichtiger Baustein für eine leistungsfähige Krankenhauslandschaft in ganz Sachsen-Anhalt. Mir ist wichtig, dass Patientinnen und Patienten schnell, sicher und nach ihren individuellen Bedürfnissen versorgt werden. Dafür schaffen wir hier eine moderne Infrastruktur und gute medizinische Angebote.“

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne: „Der Neubau der Notaufnahme und die Errichtung von neuen Behandlungsräumen ist eine Zukunftsinvestition, die die Versorgungsqualität weiter verbessern wird. Das Land investiert gezielt in eine leistungsfähige medizinische Versorgung, verbesserten Infektionsschutz und eine moderne Notfallversorgung, auf die sich die Menschen verlassen können. Patientinnen und Patienten profitieren künftig von kurzen Wegen, modernster Infrastruktur und optimierten Behandlungsprozessen. Die Investition geht Hand in Hand mit dem großen Engagement der Beschäftigten für ein Klinikum, das für die Zukunft gut aufgestellt ist.“

Die bestehende Notaufnahme wurde im Errichtungszeitpunkt für ein Patientenaufkommen von ca. 10.000 ambulant und 14.000 stationär zu behandelnde Patientinnen und Patienten konzipiert. Mit einem jährlichen Patientenaufkommen von ca. 43.000 versorgten Patientinnen und Patienten ist das Klinikum Magdeburg an seine Belastungsgrenzen gestoßen. Das Klinikum Magdeburg nimmt als einer der beiden nördlichsten Versorger an der umfassenden Notfallversorgung gemäß den Regelungen des Gemeinsamen Bundesausschusses zu einem gestuften System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern gemäß § 136c Absatz 4 SGB V und damit der höchsten Notfallstufe teil. Der Neubau der Notaufnahme sichert eine langfristige, moderne und bedarfsgerechte medizinische Versorgung mit einer umfassenden Notfallversorgung ab.

Mit den Fördermitteln sollen bis 2030 mehrere miteinander verbundene Baumaßnahmen umgesetzt werden. Ziel ist ein modernes sektorenübergreifendes Notfallzentrum, das eine flexible und bedarfsgerechte Versorgung von Patientinnen und Patienten ermöglicht.

Im Mittelpunkt steht der Neubau einer Zentralen Notaufnahme, die insbesondere auch auf die Anforderungen in pandemischen Situationen ausgerichtet ist. Infektiöse und nicht-infektiöse Patientinnen und Patienten können künftig räumlich voneinander getrennt versorgt werden. Dafür sind unter anderem getrennte Wartebereiche und Schleusen vorgesehen. Im Neubau entsteht zudem eine Infektionsabteilung mit 24 Betten. Sie dient der Behandlung und Pflege infektiöser Patientinnen und Patienten aus der Notaufnahme und anderen Klinikbereichen. Vorgesehen sind moderne Ein- und Zweibettzimmer mit eigenen Sanitärbereichen. Schleusen vor den Patientenzimmern unterstützen dabei einen verbesserten Infektionsschutz.

Nach Fertigstellung des Neubaus wird im bisherigen Notaufnahmegebäude eine Beobachtungsstation mit neun Betten eingerichtet. Die Station ermöglicht eine strukturierte Beobachtung und weitere Versorgung von Patientinnen und Patienten. Angrenzend an die neue Notaufnahme entsteht außerdem ein Ambulanzbereich für die sektorenübergreifende Versorgung. Im Gebäude der bisherigen Notaufnahme wird darüber hinaus ein Ambulantes Operationszentrum eingerichtet.

Mit der Gesamtmaßnahme entsteht damit ein leistungsfähiges und zukunftsorientiertes Notfallzentrum.

Impressum: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Pressestelle Turmschanzenstraße 25 39114 Magdeburg Tel: (0391) 567-4608 Fax: (0391) 567-4622 Mail: ms-presse@ms.sachsen-anhalt.de